Abgeschlossene Projekte

 

DESICOS

Teilstrukutren der Ariane V www.desicos.eu Teilstrukutren der Ariane V

Das EU-Projekt DESICOS (New Robust DESign Guideline for Imperfection Sensitive COmposite Launcher Structures) behandelt das Stabilitätsverhalten geometrisch imperfekter und dünnwandiger Schalenstrukturen. Da geometrische Imperfektionen zu signifikanten Abweichungen zwischen theoretischen und experimentell ermittelten Beullasten von Schalenstrukturen führen, sind bei der Auslegung von Schalenstrukturen stets geometrische Imperfektionen zu berücksichtigen. Dies wird auch heute noch mit Hilfe empirisch ermittelter Abminderungsfaktoren vorgenommen, die in den 1960er Jahren in der NASA SP8007-Richtlinie zusammengefasst wurden. Ziel des DESICOS-Projektes ist das Entwickeln neuer Auslegungsrichtlinien für unversteifte sowie für versteifte Schalenstrukturen, die eine im Sinne des Leichtbaus vorteilhafte Auslegung ermöglichen.

Laufzeit: Februar 2012 - Juli 2015

 

DAEDALOS

DAEDALOS SLA

Im Rahmen des europäischen Projektes DAEDALOS wird mit Hinblick auf einen verbesserten Flugzeugentwurf die Auswirkung transienter Lastfälle – etwa eines Landestoßes oder einer Böe – auf diverse Flugzeugstrukturen numerisch und experimentell untersucht. Werden solche Effekte während der Flugzeugvorauslegung berücksichtigt, so ist eine Untersuchung des Dämpfungsverhaltens der Struktur auf materieller und Komponentenebene für die Bestimmung geeigneter Abklingverläufe von Spannungs- und Verformungsgrößen erforderlich. Diese Herangehensweise könnte ermöglichen, heute bestehende und auf statischen Lasten basierende Entwurfskriterien durch realistischere Ansätze zu ersetzen oder zu ergänzen. Aufgabe des Instituts für Strukturmechanik und Leichtbau (SLA) ist es, die Materialdämpfung bei Proben aus Aluminium und kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zu messen und Daten für Finite‑Elemente‑Simulationen (FE) bereitzustellen. Zugleich werden experimentelle Modalanalysen an dünnwandigen, versteiften Panelen und Sandwich-Platten durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen den Modaleigenschaften und dem Stabilitätsverhalten dieser Bauteile zu erforschen. Diese Arbeiten werden von FE-Analysen begleitet.

Laufzeit: 2010-2014

 

SFB-TR 40

SFB-TR 40 SLA

Das Institut für Strukturmechanik und Leichtbau (SLA) befasst sich in seinem Teilprojekt mit gekoppelten Lösungsansätzen und Sensitivitätsanalysen von Aerothermoelastizitätsproblemen im Überschall, speziell mit der Entwicklung einer umfassenden Methode zur Optimierung aerothermoelastischer Vorgänge in einer Schubdüse. Hierfür wird der am SLA entwickelte Strukturlöser ASTRA für anisotrope Rotationsschalen mit beliebigem Meridian weiterentwickelt, um zeitabhängige Strukturantworten auf instationäre Strömungen und transiente Wärmeflüsse zu berechnen. Darüber hinaus werden die Methoden erweitert, um die thermoelastische Berechnung von Düsen aus Faserkeramiken und Düsen mit komplexem Wandaufbau (z.B. mit Kühlkanälen) zu verbessern. Im Rahmen des von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichteten Sonderforschungsbereichs Transregio 40 (SFB TR 40), werden die komplexen Wechselwirkungsprobleme, die bei hochbelasteten Komponenten eines Raumfahrttransportsystems auftreten, untersucht und nach innovativen Lösungskonzepte gesucht. Die Zielsetzung des TR 40 ist die Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen für eine drastische Verbesserung der Effizienz und Zuverlässigkeit zukünftiger Primärantriebe von Raumtransportsystemen.

Laufzeit: tbc

 

MAAXIMUS

MAAXIMUS